Salben und Cremes
Häufig kommen harnstoffhaltige Salben oder Cremes zum Einsatz. Harnstoff soll die Trockenheit der Haut vermindern und den Heilungsprozess verbessern. Nicht selten führt der Harnstoff bei vorgeschädigter Haut allerdings zu weiteren Reizungen. Weitere Wirkstoffe die Salben oder Cremes zugefügt werden sind Nachtkerzenöl, Zink oder Dexpanthenol.
Ist die Haut trocken kommen stark fettende Salben zum Einsatz. Im akut nässenden Stadium der Neurodermitis sind diese Salben allerdings kontraindiziert. Desweiteren wird die Neurodermitis mit teerhaltigen Salben und Schieferölen behandelt.
Ist die Haut zusätzlich von Viren oder Bakterien befallen werden infektionshemmende Salben verwendet, bei einer Besiedlung der Haut mit Hefepilzen kommen antimykotische Wirkstoffe zum Einsatz.
Sind die Symptome der Neurodermitis sehr stark ausgeprägt, enthalten die Salben oder Cremes zusätzlich Immunsuppressiva. Sie wirken gegen den Juckreiz und die starke Entzündung der Haut. Allerdings kommt es bei der Anwendung dieser Salben nicht selten zu Nebenwirkungen wie beispielsweise einer Hautverdünnung oder einem vermehrten Haarwuchs.