Verlauf und Symptome

Neurodermitis ist vor allem in den Industriestaaten weit verbreitet. In Deutschland erkranken bis zur Einschulung ca. 10% aller Kinder an Neurodermitis.
Häufig beginnt die Neurodermitis schon im Säuglingsalter mit Hautveränderungen an Wangen und Stirn. Später breiten sich diese Hautveränderungen auf den gesamten Kopf und das Gesicht sowie den Körperrumpf aus. Bei den Hautveränderungen handelt es sich zunächst meist um abgegrenzte Rötungen mit kleinen Blasen oder Knötchen, die sehr stark jucken. Durch das Kratzen entzündet sich die Haut und beginnt zu nässen oder verkrustet. Im späteren Verlauf reagiert die Haut zusätzlich mit Schuppungen der betroffenen Stellen.

Kommen die Kinder ins Krabbelalter sind zusätzlich zum Gesicht und zum Kopf auch die Knie betroffen. Die Kleinkinder leiden aufgrund des quälenden Juckreizes häufig unter Schlafstörungen oder sind quengelig. Bei älteren Kindern ist die Talgproduktion der Haut vermindert, wodurch es zu einer sehr trockenen Haut kommt. Auch hier treten Rötungen, Entzündungen, Blasen oder Verkrustungen auf. Allerdings befinden sich diese Hautveränderungen im Gegensatz zum Säuglingsalter eher an den Ellenbeugen, den Handgelenken oder den Kniekehlen.

Bei Erwachsenen und Jugendlichen treten die Hautveränderungen meist symmetrisch auf. Betroffen sind vor allem Gesicht, Hals, Handrücken oder Gelenkbeugen. Zudem sind die Haare trocken und ohne Glanz. Gelegentlich kommt es auch zu Haarausfall. Zusätzlich leiden die Betroffenen oft unter eingerissenen Mundwinkeln oder trockenen Lippen.